Baufinanzierung - FAQ´s

Was Sie zur Baufinanzierung wissen sollten - FAQ´s

Wir bringen Licht ins Dunkel. Als Experten vor Ort beantworten wir Ihnen im Vorwege die sieben "Klassischen Fragen der Baufinanzierung".

 

1. Was sind Baunebenkosten?
Die Baunebenkosten werden gerne einmal vergessen, sind jedoch keinesfalls zu vernachlässigen. In der Regel können 15 % vom Verkehrswert (bei Neubau, ca. 10 % bei Kauf einer Immobilie) des Gebäudes als Baunebenkosten angesetzt werden. Zu diesen Kosten zählen u.a. Planungskosten (Architekt, Statiker, Ingenieure), Makler- und Notargebühren, Kosten für das Grundbuch, Ein- und Vermessung des Gebäudes, Anschlusskosten (Strom, Wasser und Abwasser, Telefon, Gas/Fernwärme) und die Bauversicherung. Auch zu berücksichtigen sind die "doppelten Kosten" für die Mietwohnung und den Kapitaldienst (Zins + Tilgung), die während der Bauphase anfallen.

 

2. Was ist der Unterschied zwischen Nominal- und Effektivzins?
Beim Effektivzins sind sämtliche Kosten und Gebühren der Bank enthalten; er ist der maßgebliche Zinssatz und eignet sich zum Vergleichen von Finanzierungsangeboten.

 

3. Was ist ein Grundbuch?
Ein Grundbuch wird beim Amtsgericht geführt und ist der amtliche, öffentliche Nachweis über die Eigentumsverhältnisse des Grundstücks. Auch sind hier u.a. die Grundstücksgröße sowie die Rechte und Lasten, die mit dem Grundstück verbunden sind, eingetragen. Ein Auszug des Grundbuches über das persönlich infragekommende Objekt wird auch von der Bank benötig, um eine Finanzierung auf solide Füße zu stellen.

 

4. Was ist eine Zinsbindung und wie lang sollte sie sein?
Die Zinsbindung ist der Zeitraum, über den sich Kunden und Bank auf einen Zinssatz einigen, an den sich beide Partner während dieser Zeit gebunden haben (gewöhnlich = vereinbarte Laufzeit des Kreditvertrages). Wie lange die Zinsbindung ausfallen sollte ist individuell verschieden: Kommt einem der aktuelle Zinssatz schon sehr gut/niedrig vor und erwartet man, dass der Zins am Kapitalmarkt zukünftig steigen wird, empfiehlt sich eine lange Zinsbindung (über 10 Jahre). Geht man davon aus, dass die Zinsen am Kapitalmarkt weiter fallen, ist eher eine kürzere Laufzeit interessant.

 

5.Was ist eine Nach- und was eine Anschlussfinanzierung?

Eine Nachfinanzierung wird gewöhnlich dann benötigt, wenn das veranschlagte Budget nicht ausreicht. Da eine Nachfinanzierung gewöhnlich nicht mehr voll mit Sachsicherheiten hinterlegt werden kann, ist sie meist teurer. Daher empfiehlt sich das Bauvorhaben gründlich zu planen, einen Puffer von mind. 10% mit einzubauen und während der Bauphase den Verlockungen von ungeplanten Sonderausstattungen zu widerstehen.

Eine Anschlussfinanzierung kommt dann zum Tragen wenn die Zinsbindung abläuft. Wer dann (wie die Meisten) noch nicht alle Schulden beglichen hat, schließt einen neuen Kreditvertrag ab, die sogenannte Anschlussfinanzierung, die heutzutage schon bis zu 5 Jahre vor Ablauf des bestenden Finanzierung möglich ist (Forward-Darlehen).

 

6. Was braucht ein Finanzierungsberater an Unterlagen?
Für ein passgenaues Angebot benötigen wir verschiedene Informationen. Z.B. einen aktuellen Grundbuchauszug, eine Baubeschreibung und Bauzeichnung, die Baugenehmigung sowie Angaben über evtl. vorhandenes Eigenkapital und ein Einkommensnachweis.

 

7. Gibt es staatliche Hilfen?
Ja. Der Staat fördert besonders ökologische Bauvorhaben durch die Gewährung besonders zinsgünstiger Kredite. Diese Kredite werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergeben und werden bei der persönlichen Hausbank beantragt. Das es sehr viele verschiedene Tarife der KfW gibt, empfiehlt sich das Beratungsgespräch mit Ihrem Baufinanzierungsberater. Eine weitere interessante staatliche Förderung ist das Thema "Wohn-Riester": hier gewährt der Staat Zuschüsse