Investment-Tipp

Geldanlage: Die Favoriten wechseln mit der Konjunkturphase

US-Wirtschaft unter Volllast

Neigt sich der Aufschwung in den USA dem Ende zu? Und was bedeutet dies für Anleger und die Aufteilung ihres Vermögens?

Die jüngsten Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass die Wachstumsdynamik in den USA in den kommenden Monaten abnehmen könnte. Dementsprechend gab Janet Yellen, die Chefin der US-Notenbank (Fed), bei ihrer Anhörung vor dem US-Kongress am 10. Februar 2016 keine konkreten Hinweise, wann weitere Zinserhöhungen anstehen könnten. Zwar signalisierte sie mit ihren Äußerungen dem Markt, dass die Fed in ihrer Zinspolitik flexibel vorgehen will und sich die Tür für weitere Zinsschritte offen hält. Mittlerweile mehren sich die Zweifel, ob die Fed im aktuellen Kapitalmarktumfeld überhaupt den Pfad der Zinserhöhungen weitergehen kann.
Denn möglicherweise verliert die US-Wirtschaft stärker an Fahrt als bislang angenommen. „Dieser Frage messen die Marktteilnehmer ein besonderes Gewicht bei“, sagt Anja Spliessgardt, Leiterin Private Banking,  bei der Volksbank-Raiffeisenbank im Kreis Rendsburg eG. „Denn die Vereinigten Staaten sind neben China global gesehen das größte wirtschaftliche Schwergewicht. Ihre Stärke oder Schwäche gibt wichtige Hinweise auf die weltweite Konjunktur.“

Spätzyklische Phase
Die US-Konjunktur läuft gut, und das seit geraumer Zeit. Es entstehen neue Jobs, der Konsum ist nach wie vor recht stark, und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst weiter. Doch die Wirtschaft operiert inzwi-schen nahe ihrer Kapazitätsgrenze. Sie befindet sich also in einem spätzyklischen Stadium. Der Zeitpunkt des Abschwungs rückt näher. „Investoren sollten diese Erkenntnis beachten und Schlussfolgerungen für ihre Vermögensaufteilung ziehen“, rät Anja Spliessgardt.
„Ausgewählte US-Aktien – die Gewinner der vergangenen Jahre – versprechen nach wie vor Zuwächse“, meint sie. Doch sei die Luft deutlich dünner geworden. Manche Branchen und Unternehmen seien davon stärker betroffen als andere. „Daher bekommt die Auswahl der Titel eine immer größere Bedeutung für den Anlageerfolg“, hebt sie hervor.
Doch was bedeutet das für die Anlagestrategie? Die etwaige Zinswende der Fed und eine möglicherweise steigende Inflation sprächen für steigende Renditen, die abnehmende Konjunkturdynamik jedoch dagegen. Aktuell überwiegt Letzteres, US-Staatsanleihen etwa haben auch aufgrund ihrer Funktion als „sicherer Hafen“ in den vergangenen Wochen deutliche Kursgewinne verzeichnet.
„Bei den Rohstoffen, insbesondere beim Öl, ist die Situation kompliziert“, meint Anja Spliessgardt weiter. Die stark unter Druck geratenen Preise unterstützen zwar die US-Konjunktur; in den Schwellenländern seien die Erwartungswerte für die Konjunktur jedoch eher schwach. Und Europa befände sich in einer wesentlich früheren Phase des Aufschwungs. Hinzu komme die unübersichtliche Gemengelage auf der Angebotsseite, insbesondere hinsichtlich Saudi-Arabiens und der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC).

Volatilität bleibt hoch

„Für Anleger kommt es jetzt vor allem darauf an, einen kühlen Kopf zu bewahren“, sagt Anja Spliessgardt und ergänzt: „Die Marktschwankungen werden weiter hoch bleiben.“ Denn zum einen liege der Rest der Welt konjunkturell noch deutlich hinter den USA zurück, sodass die Entwicklung regional betrachtet auseinanderlaufen könnte. Zum anderen bestehe die Gefahr, dass in den Vereinigten Staaten das Wachstum an Tempo verliert. „Konjunkturenttäuschungen werden also wahrscheinlicher und damit auch heftige Marktbewegungen an den Börsen“, erklärt Anja Spliessgardt und resümiert: „Die Märkte werden immer komplexer – und somit auch die Anlageentscheidungen. Gleichzeitig müssen Anleger gewisse Risiken in Kauf nehmen, um auskömmliche Renditen zu erzielen.“ Aktives Portfoliomanagement sei daher das Gebot der Stunde. „Unsere Kunden können die Verteilung des Vermögens und das aktive Manage-ment in die Hände von Union Investment geben. Unser Fondspartner ist damit schon über Jahre erfolgreich. Die Spezialisten beherrschen die Regeln der Märkte sowohl in guten wie in schwachen Marktphasen sehr genau“, schließt Anja Spliessgardt ab. Sie bietet Interessierten gerne ein persönliches Gespräch in der Volksbank-Raiffeisenbank im Kreis Rendsburg an. Eine Beratung sei umfassend angelegt und beinhalte auch die Risiken von Fondsanlagen, wie das Risiko marktbedingter Kursschwankungen und das Ertragsrisiko.


Wechsel der Anlagefavoriten

Ein Blick auf vergangene Konjunkturphasen zeigt: Im Verlauf eines Wirtschaftszyklus ändern sich die Anlageklassen, die gerade am aussichtsreichsten sind. Wichtig ist für Anleger, ihr Vermögen rechtzeitig in die Alternativen umzuschichten, die gerade gute Aussichten bieten. Eine Herausforderung, die beispielsweise ein aktives Vermögensmanagement meistern kann.

Unser Team Private Banking steht Ihnen für Fragen zur Umsetzung bei Ihrer Vermögens-, Vorsorge-und Nachfolgeplanung gern zur Verfügung.